21. Dezember (vierter Sonntag im Advent)

 

Die Verkündigung

Halleluja

Fürchte dich nicht, Maria

Du wirst einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden. Das ist aber alles geschehen, auf dass erfüllt werde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht.  (nach Mt 1,20-22)

Halleluja

 

Meditation über das „Halleluja“

Das „Halleluja“ ( Hebräisch: הַלְלוּ־יָהּ | Hallelu-Yah | preise Gott ) ist ein Wort, das Himmel und Erde verbindet. Wenn du „Halleluja“ sagst oder singst, sprichst du nicht nur ein Wort – du trittst in ein uraltes Lied ein. Ein Lied, das Israel am Rand des Meeres sang, als das Wasser sich schloss und die Freiheit begann. Ein Lied, das in den Psalmen erklingt, wenn der Mensch Gott preist für Sonne und Atem, für Gerechtigkeit und Erbarmen. Ein Lied zur Verkündigung guter Nachrichten - wie der Geburt Jesu.

Im Hebräischen ist es ein Imperativ: „Lobt den Herrn!“ – nicht: „Ich lobe“, sondern: „Lobt!“ Wer „Halleluja“ spricht oder singt, ruft andere in den Kreis des Lobes. So weitet sich das Halleluja: vom Herzen des Einzelnen, über die Gemeinde, über alle Völker, bis in den Himmel.

Für uns ist das „Halleluja“ vielleicht das einfachste aller Gebete:
Ein Wort, das nichts bittet, nichts erklärt, sondern nur liebt.

Auch der Liedermacher Leonhard Cohen drückte mit seinem Lied, und seinem Halleluja über Liebe, Zweifel und Menschsein eine Gottessehnsucht aus. "Halleluja ist ja der Gesang der Engel; damit wird das Himmlische berührt", sagt er dazu und singt: (2008, Live in London 7:20)

"Nun habe ich gehört, es gab einen geheimen Akkord, den David spielte, und er gefiel dem Herrn.
Der verwirrte König, der Halleluja komponierte"

Hören Sie dieses Halleluja in einer Version des kirchlichen Liedermachers Hugues RAKOTOMALALA aus Madagaskar und lassen Sie sich himmlisch berühren.