Projekte in Madagaskar

Das Projekt Mikrokredite von Iray Aina

Das Projekt Mikrokredite von Iray Aina

9. Jan. 2016

Mikrokredite

Es sind die Frauen der so genannten Dritten Welt, die Trägerinnen von Prozessen sozialer Verbesserung sind. Auch in Madagaskar konnten wir dies feststellen. In Absprache mit IRAY AINA erörterten und entwickelten wir die Idee der Mikro-Kredite, auch als eine Möglichkeit in Madagaskar, um den vielen kleinen Initiativen, die Möglichkeiten von Arbeit und Einkommen entwickeln, zu helfen.

Ein kleiner Kredit hilft, um eine kleine Hütte anzumieten, Werkzeug zu kaufen, um in einer Manufaktur Messer herzustellen und diese auf den Märkten zu verkaufen.   

Angèline wird einen ersten Fond für sechs vor allem von Frauen getragenen Gruppen in einem Armenviertel von Antananarivo aufbauen. Wir hoffen, dass es mit Hilfe - spendenfreudiger - KAB-Gruppen gelingt, Mittel zum Aufbau weiterer Fonds zu erhalten.

Ein Kredit ermöglicht den Ankauf von (teuren) Rohstoffen, um Fischernetze zu knüpfen, für die es eine große Nachfrage gibt.

Frauen und Mikrokredite

Frauen und Mikrokredite

6. Okt. 2013

Ein Video aus dem Jahr 2013 zeigt, welche Chancen gerade für Frauen in der Nutzung von Mikrokrediten bestehen.

Reisbanken
Banken der Hoffnung für die Benachteiligten

Mehr Reis auf die Bank! Weshalb Reis, fragen Sie sich vielleicht. Auf eine Bank gehört Geld. Nicht so in einer Reisbank. Dort wird der Reis oder die Bohnen, Saatgut oder Wasserbüffel zur inoffiziellen Währung, die den Mitgliedern der Bank das Überleben sichert. In Laos, Indien, Kambodscha, Vietnam, Madagaskar und vielen anderen Ländern der Erde gibt es Reisbanken, Bohnenbanken, Büffelbanken, Hühnerbanken und viele andere mehr. Im Gegensatz zu unseren Paradebanken an den schönen Plätzen mit blinkenden Fensterscheiben, sind die Reisbanken meist einfache Hütten, die ... mehr.

 IRAY AINA hat so in den letzten Jahren nahezu 200 solcher Gruppen aufgebaut 'Iray Aina', so ein Bauer aus Andape 'hat uns gerettet'. Mittlerweile schließen sich diese Gruppen zusammen und beginnen, andere Zielsetzungen umsetzen (Brunnen, Schulversorgung .. )

Den Zusammenhang zwischen der Verschuldung, Armut und wirtschaftliche Ausbeutung verdeutlicht das Reisbank-Spiel: Download des Reisbank - Spieles als zip-Datei

Auf diese Struktur baut IRAY AINA auf, um das Projekt Mikrokredite auf- und auszubauen.

Unterstützung eines medizinischen Zentrums

von links: Pater Jean Louis, Präses von Iray Aina | Lydia, Hauptamtliche von Iray Aina | Angèline, ehemaligen Präsidentin von Iray Aina | Alain Rakotondrabe, Präsident des Gesundheitszentrums (c) Iray Aina
von links: Pater Jean Louis, Präses von Iray Aina | Lydia, Hauptamtliche von Iray Aina | Angèline, ehemaligen Präsidentin von Iray Aina | Alain Rakotondrabe, Präsident des Gesundheitszentrums

Gemeinsam mit Iray Aina unterstützt der Arbeitskreis Madagaskar ein medizinisches Zentrum in Antananarivo. Es bietet Hilfe für ältere Menschen, Dienste von Krankenschwestern für Hausbesuche oder im Krankenhaus, Krankenhausaufenthalt für zu Hause und Krankenpflege an. Insbesondere ältere Menschen und Frauen mit Kindern versucht das Zentrum zu helfen.

Erfahrungsbericht Reisbanken

IMG_0826 (c) Gulbins

Alphonse BEANDALANA (hier im Bild mit IRAY AINA-Gruppe in Vohemar) schreibt uns dazu: Mein im Mai 1998 in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Fastenopfer gegründetes kleine Projekt beginnt erste positive Resultate abzuwerfen. Als Ergebnis registrierten wir Ende Dezember 2000 als Resultat 64 Gruppen mit 812 Mitgliedern mit 3000.- Euro und 12 Tonnen Reis insgesamt  als örtliche Ersparnis. Dieses Projekt hat prinzipiell zum Ziel, sich von den während der Trocken- und Hungerzeit bei den Wucherern gemachten Schulden zu befreien. Diese Ersparnis wurde als Teilnehmerbeitrag von den Mitgliedern in Form von Reis und Geld ab dem Moment der Ernte und des Verkaufs selbst aufgebaut. Alphonse BEANDALANA am 16.06.01

Bildung

Tausende fliehen vor Dürrekatastrophe auf Madagaskar

Tausende fliehen vor Dürrekatastrophe auf Madagaskar

23. Jan. 2022

Im Süden Madagaskars herrscht nach einer beispiellosen Serie von Dürrejahren großer Hunger. In vielen Gegenden fehlt es am Nötigsten. Die Rede ist von der schlimmsten Dürrekatastrophe seit 40 Jahren auf Madagaskar.

Die Regierung geht davon aus, dass derzeit etwa eine Million Menschen dringend Nahrung brauchen. Sie leben verteilt auf 110.000 Quadratkilometern.

In ihrer Not essen die Menschen alles, was irgendie satt macht und sich zubereiten lässt - auch ihre Schuhe. Die Vereinten Nationen haben Hilfsaufrufe gestartet. Die Regierung setzt auf bessere Infrastruktur.

"Der Präsident möchte, dass diese Projekte sich innerhalb der nächsten 18 Monate auszahlen. Wenn wir über neue Straßen reden, müssen wir natürlich Verzögerungen beim Bau einplanen. Es wird eine Pipeline geben, mit der im Januar begonnen werden soll", sagte Lova Hasinirina Ranoromaro, Stabschefin des Präsidenten.

Die Hungerkatastrophe trifft eine der ohnehin ärmsten Regionen der Welt. Das Welternährungsprogramm hilft, kann aber nicht verhindern, dass tausende Menschen auf der Suche nach Nahrung auf der Flucht sind.
Wir helfen

In den letzten Tagen haben den Arbeitskreis Madagaskar Anfragen erreicht, wie wir den Menschen in Madagaskar helfen können und haben MISEREOR gefragt, wie eine gute und richtige Hilfe aussehen könnte. MISEREOR hat einen Nothilfefonds eingerichtet, um Partner vor Ort finanziell bei der Versorgung der Menschen zu unterstützen. Aktuell ist die direkte Versorgung von 300 Personen, insbesondere von Frauen und Kindern, Teil der Hilfe. Mit der Ordensgemeinschaft der Vinzentinerinnen will Misereor die Ernährung, insbesondere Kindern und Frauen, im Distrikt Ambovombe verbessern, dem Epizentrum der Krisenregion. Dafür wollen die Helfer:innen ein Ernährungszentrum in der Gemeinde Tsimananada errichten. Von dort aus soll der Kauf von Lebensmitteln organisiert werden; ebenso sollen die Zubereitung von warmen Mahlzeiten und der Zugang zu Nahrung und Wasser sichergestellt werden.

Spendenkonto

Empfänger: Misereor  |  Bank: Pax-Bank Aachen  |  IBAN: DE75 3706 0193 0000 1010 10  |   BIC: GENODED1PAX

Verwendungszweck: S05227 Hungersnot Madagaskar

Tausende fliehen vor Dürrekatastrophe auf Madagaskar

Tausende fliehen vor Dürrekatastrophe auf Madagaskar

13. Jan. 2022

Im Süden Madagaskars herrscht nach einer beispiellosen Serie von Dürrejahren großer Hunger. In vielen Gegenden fehlt es am Nötigsten. Die Rede ist von der schlimmsten Dürrekatastrophe seit 40 Jahren auf Madagaskar.

Die Regierung geht davon aus, dass derzeit etwa eine Million Menschen dringend Nahrung brauchen. Sie leben verteilt auf 110.000 Quadratkilometern.

In ihrer Not essen die Menschen alles, was irgendie satt macht und sich zubereiten lässt - auch ihre Schuhe. Die Vereinten Nationen haben Hilfsaufrufe gestartet. Die Regierung setzt auf bessere Infrastruktur.

"Der Präsident möchte, dass diese Projekte sich innerhalb der nächsten 18 Monate auszahlen. Wenn wir über neue Straßen reden, müssen wir natürlich Verzögerungen beim Bau einplanen. Es wird eine Pipeline geben, mit der im Januar begonnen werden soll", sagte Lova Hasinirina Ranoromaro, Stabschefin des Präsidenten.

Die Hungerkatastrophe trifft eine der ohnehin ärmsten Regionen der Welt. Das Welternährungsprogramm hilft, kann aber nicht verhindern, dass tausende Menschen auf der Suche nach Nahrung auf der Flucht sind.
Wir helfen

In den letzten Tagen haben den Arbeitskreis Madagaskar Anfragen erreicht, wie wir den Menschen in Madagaskar helfen können und haben MISEREOR gefragt, wie eine gute und richtige Hilfe aussehen könnte. MISEREOR hat einen Nothilfefonds eingerichtet, um Partner vor Ort finanziell bei der Versorgung der Menschen zu unterstützen. Aktuell ist die direkte Versorgung von 300 Personen, insbesondere von Frauen und Kindern, Teil der Hilfe. Mit der Ordensgemeinschaft der Vinzentinerinnen will Misereor die Ernährung, insbesondere Kindern und Frauen, im Distrikt Ambovombe verbessern, dem Epizentrum der Krisenregion. Dafür wollen die Helfer:innen ein Ernährungszentrum in der Gemeinde Tsimananada errichten. Von dort aus soll der Kauf von Lebensmitteln organisiert werden; ebenso sollen die Zubereitung von warmen Mahlzeiten und der Zugang zu Nahrung und Wasser sichergestellt werden.

Spendenkonto

Empfänger: Misereor  |  Bank: Pax-Bank Aachen  |  IBAN: DE75 3706 0193 0000 1010 10  |   BIC: GENODED1PAX

Verwendungszweck: S05227 Hungersnot Madagaskar