In Madagaskar - und nicht nur dort - lassen sich die politischen Wünsche und Forderungen der Generation Z (also der jungen nach dem Milleniumswechsel geborenen Menschen) aktuell sehr gut an den großen Protestbewegungen seit 2025 ablesen. Diese Proteste zeigen, wofür viele junge Menschen in Madagaskar kämpfen – und was sie sich politisch und gesellschaftlich wirklich wünschen. Der Bericht vom ZDF gibt gut wieder, wofür die jungen Leute stehen: Sie protestieren gegen politische Eliten, die sie als korrupt und unfähig ansehen, das Land zu führen. Sie wollen Transparenz, Verantwortlichkeit und eine Politik, die nicht nur den Mächtigen dient.
Kurz gesagt: Die Gen Z in Madagaskar will aktuell vor allem:
✔ ein gerechteres, weniger korruptes politisches System
✔ verlässliche Grundversorgung (Wasser, Strom)
✔ bessere Chancen auf Bildung, Jobs und Zukunft
✔ echte Mitsprache und Bürgerrechte
✔ ein Ende von Vetternwirtschaft und politischer Misswirtschaft
Stellungnahmen der Bischöfe Madagaskars (Conférence Épiscopale de Madagascar, CEM)
zur politischen Krise und zum Putsch/Umbruch in Madagaskar.
Die katholischen Bischöfe Madagaskars haben sich zur Lage geäußert, insbesondere im Zusammenhang mit den seit Ende September 2025 anhaltenden Protesten, dem darauf folgenden militärischen Eingreifen und der Machtübernahme durch eine Eliteeinheit des Heeres

Ruf nach echter gesellschaftlicher und politischer Transformation
Die Bischöfe haben nach ihrer letzten Vollversammlung eine klare Botschaft ausgegeben:
📌 Sie rufen eine „wahre und authentische Transformation“ Madagaskars aus und betonen die tiefe Sehnsucht der Bevölkerung nach einem Wandel, der über bloßen Machtwechsel hinausgeht.
📌 Die Bischöfe kritisieren Korruption, Machtmissbrauch und Versagen der politischen Führung, die zu massiven Protesten geführt hätten.
📌 Sie warnen, dass der Prozess nicht "zur Rückkehr alter politischer Praktiken" führen darf, sondern die tatsächlichen Bedürfnisse und das Gemeinwohl der Bevölkerung im Mittelpunkt stehen müssen. Sie sagen, dass eine solche Transformation nicht nur Machtwechsel bedeuten darf, sondern grundlegende politische und soziale Reformen im Zentrum stehen müssen.
📌 In einer etwas früheren Stellungnahme der Bischöfe (vor der Machtübernahme) hatten sie betont, dass "die Forderungen der Demonstrierenden nach Wandel zeigen, dass viele Menschen echte, strukturelle Veränderungen wollen".